Farbenlehre
Die Auswahl des richtigen Make-ups, das in der Lage ist, die ganz persönliche, individuelle Schönheit optimal zur Geltung zu bringen, hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem vom Farbton der Haut, der Haarfarbe, von der Farbe der Augen, vom Zustand der Haut und vom Lebensstil. Aber seien wir mal ehrlich: Genauso wie es recht schnell langweilig wird, jeden Tag zum Mittagessen das gleiche Sandwich zu essen, wird es auch ganz schnell fade, immer die gleichen Make-up-Farben zu tragen!
Bei der Auswahl von Make-up – genau wie bei der Auswahl von Bekleidung und Dekorations-Artikeln – ist es nie schlecht, wenn man einen gewissen Einblick in die Farbenlehre hat.
Kleine Farbenkunde
Die Kenntnis der drei nachfolgend aufgeführten Farbkategorien ist gleichbedeutend mit der Kenntnis des Ursprungs und der Entstehung der unterschiedlichen Farben.
Die Primärfarben: Rot, Gelb und Blau. Es handelt sich hierbei um die drei Pigmentfarben, die nicht durch Mischen oder Kombinieren anderer Farben erzeugt werden können.
Die Sekundärfarben: Sie entstehen aus der Kombination zweier Primärfarben.
Alle anderen Farben haben ihren Ursprung in den drei Primärfarben. Rot und Gelb ergeben Orange; Gelb und Blau ergeben Grün; Rot und Blau ergeben Violett.
Die Tertiärfarben: Sie entstehen aus der Mischung einer Primärfarbe mit einer Sekundärfarbe. Blau und Violett ergeben Blauviolett. Die Tertiärfarben sind das Ergebnis der gleichmässigen Mischung einer Primärfarbe mit einer der Sekundärfarben, die auf der Farbpalette direkt neben ihr liegen. Die sechs Tertiärfarben sind: Gelborange, Rotorange, Rotviolett, Blauviolett, Blaugrün und Gelbgrün.
Aber auch die Farbe Schwarz darf nicht vergessen werden
Durch die Zugabe von Schwarz kann jede andere Farbe dunkler gemacht und ihr Glanz gedämpft werden. Und auch durch die Zugabe von Weiss kann der Glanz aller anderen Farben verringert werden; in letzterem Fall allerdings durch eine Aufhellung der betreffenden Farbe. Diese einfachen Grundprinzipien sind die Grundlage für Millionen unterschiedlicher Farben.
Alle Farben lassen sich in drei Gruppen einteilen.
Es gibt warme, kalte und neutrale Farben.
Warme Farben: Sie enthalten kräftige Gelbtöne, einschliesslich Herbstfarben wie Pfirsich, Orange, Rost und Braun.
Kalte Farben: Sie enthalten in erster Linie Blautöne, einschliesslich zahlreicher Purpur-, Pink- und Grautöne.
Neutrale Farben: Sie enthalten eine ausgewogene Mischung aus warmen und kalten Farbtönen; das heisst, sie fallen weder in die eine noch in die andere Kategorie. Das sind im Übrigen auch die meistgetragenen Farben: Farben wie Braungrau, Rosabraun, etc.
Wenn es um Make-up geht, gibt es keine absolut gültigen Regeln. Aber wenn man ein harmonisches Erscheinungsbild wünscht, dann sollten kalte Farben nicht mit warmen Farben gemischt werden – sie sind zu kontrastreich. Wenn man sich beim Augen-Make-up für warme Brauntöne entschieden hat, dann sollte man auch bei der Lippenstiftfarbe dabei bleiben.
Die Farbtöne der Haut und ihre Untertöne
Jede Haut, jeder Teint, hat verschiedene natürliche Farbtöne, die häufig auch die Bezeichnung Farbunterton tragen. Unter dem so genannten Farbunterton versteht man das in der Haut vorherrschende Farbpigment, welches die Farbe der Haut bestimmt. Die Hautfarbe bewegt sich im Allgemeinen im Bereich rosa/rot bis gelb/oliv.
Durch die Verwendung einer Grundierung, die die natürlichen Farbtöne der Haut komplementiert, treten eventuelle Haut unregelmässigkeiten bzw. Hautmakel weniger stark in Erscheinung. So bewirkt zum Beispiel eine gelb-basierte Grundierung eine Neutralisierung von Hautrötungen und schafft einen insgesamt gleichmässigeren Farbton. Eine in Rosatönen gehaltene Grundierung hingegen kann fahlen Teint aufhellen.